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Ticketpreise im ÖPNV müssen sozial gerecht sein – für eine Revitalisierung der Schiene

In der Diskussion um die Zukunft des ÖPNVs im Land betont Kerstin Eisenreich:

„Wir sind einigermaßen konsterniert, wie wenig Gehalt die Antworten der Landesregierung teilweise haben. Eine bessere Vertaktung im ÖPNV im Landesentwicklungsplan festzuschreiben, ist sinnvoll, auch die Verstätigung des Schnittstellenprogramms und der Ausbau des Radverkehrs. Aber die Kritik an der zweckentfremdeten Nutzung der Regionalisierungsmittel für den Ausbildungsverkehr ist nicht neu, bereits in der letzten Legislatur haben wir von Beginn an gefordert, diese zweckbestimmt für den Ausbau des Nahverkehrs und die Ko-Finanzierung der Bundesmittel einzusetzen. Passiert ist bisher nichts.

Ansonsten fallen Sie mit Ihrer Forderung der Umsetzung des 49-Euro-Tickets leider weit hinter das Vorhaben eines sozial verträglichen 365-Euro- oder Tage-Ticket zurück. 49 Euro sind einfach für viele Menschen zu teuer. Es fehlen Forderungen nach einem Ausbau und Attraktivierung des ÖPNV hinsichtlich Sauberkeit, Sicherheit und auch Barrierefreiheit. Luftreinheit, Verlagerung von weit mehr Verkehr auf die Schiene, wie im Übrigen im Koalitionsvertrag der Ampel mit einer Verdoppelung bis 2030 festgeschrieben, flexible Angebote im ländlichen Raum und konkrete Vorschläge zur Finanzausstattung des Umweltverbundes, den wir stark machen wollen, vermissen wir.

Wir fordern umfassende Mobilitätsmaßnahmen, stärkere Revitalisierung der Schiene, für alle zugänglichen und bezahlbaren ÖPNV, Fortführung des Modellprojektes 29-Euro-Ticket, die Aufnahme einer Mobilitätsgarantie in den Landesentwicklungsplan.“

Magdeburg, 18. November 2022